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Brockhaus
Name a Contrapunkt
ID b brhe•e01•r02•v01•b•C•Contrapunkt
Category c entry
Attributes
PageID w pag0292
Text α

Conversations-Lexikon (1. Aufl.), 2. Ausgabe, Erster Band A—E (1809), S. 292.

Der Contrapunkt, (Musik). Ursprünglich wurde darunter die harmonische Begleitung von mehreren Stimmen, welche man zu einer Melodie setzte, verstanden. In ältern Zeiten wurden nehmlich die Noten bloß durch eine Reihe Punkte, auf verschiedene Linien gesetzt, angedeutet, und wenn eine oder mehrere Stimmen zur Begleitung dazu gesetzt werden sollten, so mußte gegen eine solche Reihe noch eine andere, und also gegen jeden Punkt noch einer gesetzt werden. In dieser Bedeutung heißt also der Contrapunkt eigentlich nichts anders, als die harmonische Zusammensetzung, oder die Kunst des Satzes selbst. In engerem Verstande aber ist er die besondere Art des Satzes, nach welchem die Stimmen gegen einander verwechselt, und ohne Veränderung ihres Ganges und Verletzung der Harmonie höher oder tiefer gesetzt werden können, so daß z. B. der Gang im Basse, welcher vorher die Discant-Stimme bloß begleitete, nunmehr diese Stimme selbst als Melodie hat, und hingegen die vorherige Discant-Stimme mit dem Gange des Basses, welcher vorher zur Begleitung diente, vertauscht wird etc. Und dieses wird der doppelte oder vielfache Contrapunkt genannt.
TextLink β Conversations-Lexikon, Band 1 (1809), Contrapunkt
Scan γ Conversations-Lexikon, Band 1 (1809), Seite 292
Relatives
Wikipedia E de: Kontrapunkt

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