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Brockhaus
Name a Departements von Frankreich
ID b brhe•e01•r02•v01•b•D•Departements
Category c entry
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PageID w pag0333
Text α

Conversations-Lexikon (1. Aufl.), 2. Ausgabe, Erster Band A—E (1809), S. 333.

Die Departements von Frankreich. Indem man nach dem Ausbruche der Revolution in Frankreich nicht sowohl mit einer Veränderung als mit einer gänzlichen Umschaffung der Französischen Verfassung umging, verließ man die bisherige Eintheilung Frankreichs und beschloß am 4. November 1789, das gesammte Reich in der dreifachen Rücksicht 1) auf die Menschenzahl, 2) auf den Flächeninhalt, 3) nach directen Contributionen einzutheilen. In diesen Rücksichten sollten 1) eine bestimmte Menschenzahl, 2) die Bewohner eines bestimmten Flächeninhalts, 3) die Contribuenten einer bestimmten Summe Deputirten schicken. Die Gesammtzahl der nach diesen drei Grundsätzen bestimmten Deputirten war 747. – Was nun die zweite Rücksicht der angeführten Eintheilung, den Flächeninhalt betrifft, so wurde, mit Verlassung der bisherigen geographischen Eintheilung, Frankreich in 83 ziemlich gleiche Departements abgetheilt, welche im Mittel 324 Quadratmeilen enthielten. Der Abbé Sieyes, welcher den Plan dazu gemacht, hatte dabei vorzüglich die Absicht, der Theilung [334]des Nationalgeistes entgegen zu arbeiten, welche bei der alten Eintheilung in Provinzen unvermeidlich war, die sich auf alte Vorrechte, Immunitäten gründete, und vermittelst dieser Vorzüge jeder Provinz einen dem Ganzen nachtheiligen Egoismus einflößte. Zu diesen 83 Departements sind in der Folge noch mehrere neue hinzu gekommen. Wir wollen dieselben in der Ordnung, wie sie in der neuen Französischen Constitution auf einander folgen, hersetzen, und zu gleicher Zeit die alte Eintheilung beifügen; die neuen Departements wollen wir durch Klammern auszeichnen:
¤table▹¤tr▹¤th▹¤fontsize14HTML▹Ehem. Gouvernements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤th▹¤fontsize14HTML▹Jetzige Departements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹1. Bourgogne, Dombas*¤td50◃¤td50▹Ain¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹2. Isle de France, Picardie¤td50◃¤td50▹Aisne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹3. Bourbonnois*¤td50◃¤td50▹Allier¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹4. Provence¤td50◃¤td50▹Untere Alpen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹5. Dauphiné¤td50◃¤td50▹Obere Alpen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹6. Nizza¤td50◃¤td50▹(Seealpen)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹7. Languedoc¤td50◃¤td50▹Ardeche¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹8. Champagne, Sedan*¤td50◃¤td50▹Ardennen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹9. Foix*, Gascogne u. Guyenne, Languedoc¤td50◃¤td50▹Arriege¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹10. Champagne, Bourgogne¤td50◃¤td50▹Aube¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹11. Languedoc¤td50◃¤td50▹Aube¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹12. Guyenne und Gascogne¤td50◃¤td50▹Aveyron¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹13. Dauphiné, Provence¤td50◃¤td50▹Rhone Mündungen
(Bouches du Rhone)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹14. Normandie¤td50◃¤td50▹Calvados¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹15. Auvergne¤td50◃¤td50▹Cantal¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹16. Angoumois*, Poitou, Marche¤td50◃¤td50▹Charente¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹17. Aunis*, Saintonges*¤td50◃¤td50▹Niedere Charente¤td50◃¤tr◃¤table◃¤fontsize14HTML▹Anm. Die mit einem Stern bezeichneten Gouvernements sind ganz in den gegenüber stehenden Departements enthalten, die übrigen nur stückweise.¤fontsize14HTML◃[335]¤table▹¤tr▹¤th▹¤fontsize14HTML▹Ehem. Gouvernements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤th▹¤fontsize14HTML▹Jetzige Departements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹18. Berry, Bourbonnois¤td50◃¤td50▹Cher¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹19. Limousin¤td50◃¤td50▹Correze¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹20. Bourgogne¤td50◃¤td50▹Cote dʼOr¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹21. Bretagne¤td50◃¤td50▹Nordküsten (Cotes du Nord)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹22. Marche, Auvergne¤td50◃¤td50▹Creuse¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹23. Guyenne u. Gascogne¤td50◃¤td50▹Dordogne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹24. Frauche Comté¤td50◃¤td50▹Doubs¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹25. Dauphiné, Provence¤td50◃¤td50▹Drome¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹26. Normandie¤td50◃¤td50▹Eure¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹27. Orleanois, Perche, Isle de France¤td50◃¤td50▹Eure und Loir¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹28. Bretagne¤td50◃¤td50▹Finisterre¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹29. Languedoc¤td50◃¤td50▹Gard¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹30. Languedoc, Guyenne u. Gascogne¤td50◃¤td50▹Obere Garonne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹31. Guyenne u. Gascogne¤td50◃¤td50▹Gers¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹32. Guyenne u. Gascogne¤td50◃¤td50▹Gironde (führte auch den Namen Bec dʼAmbès)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹33. Der nördliche Theil v. Corsica¤td50◃¤td50▹(Golo)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹34. Languedoc¤td50◃¤td50▹Herault¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹35. Bretagne¤td50◃¤td50▹Ille und Villaine¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹36. Berry, Touraine¤td50◃¤td50▹Indre¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹37. Touraine, Saumurois¤td50◃¤td50▹Indre und Loire¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹38. Dauphiné¤td50◃¤td50▹Isere¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹39. Franche Comté¤td50◃¤td50▹Jura¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹40. Guyenne und Gascogne¤td50◃¤td50▹Landes¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹41. Der südliche Theil v. Corsica¤td50◃¤td50▹(Liamone)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹43. Orleanois¤td50◃¤td50▹Loir und Cher¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹43. Lyonnois¤td50◃¤td50▹Loire¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹44. Languedoc, Auvergne¤td50◃¤td50▹Obere Loire¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹45. Bretagne¤td50◃¤td50▹Niedere Loire¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹46. Orleanois, Berry¤td50◃¤td50▹Loiret¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹47. Guyenne und Gascogne¤td50◃¤td50▹Lot¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹48. Guyenne und Gascogne¤td50◃¤td50▹Lot und Garonne¤td50◃¤tr◃¤table◃[336]¤table▹¤tr▹¤th▹¤fontsize14HTML▹Ehem. Gouvernements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤th▹¤fontsize14HTML▹Jetzige Departements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹49. Languedoc¤td50◃¤td50▹Lozere¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹50. Anjou, Saumurois¤td50◃¤td50▹Maine und Loire¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹51. Normandie¤td50◃¤td50▹Manche¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹52. Champagne und Brie¤td50◃¤td50▹Marne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹53. Champagne und Brie¤td50◃¤td50▹Obere Marne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹54. Maine und Perche, Anjou¤td50◃¤td50▹Mayenne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹55. Lothringen, Elsaß, Toulois¤td50◃¤td50▹Meurthe¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹56. Lothringen und Bar, Metz und Verdun¤td50◃¤td50▹Maas (Mense)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹57. Savoyen¤td50◃¤td50▹(Mont Blanc)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹58. Bisthum Basel¤td50◃¤td50▹(Mont Terrible)¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹59. Bretagne¤td50◃¤td50▹Morbihan¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹60. Lothringen und Bar, Metz und Verdun¤td50◃¤td50▹Mosel¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹61. Nivernois*¤td50◃¤td50▹Nievre¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹62. Flandern¤td50◃¤td50▹Nord¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹63. Isle de France, Picardie¤td50◃¤td50▹Oise¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹64. Normandie, Perche¤td50◃¤td50▹Orne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹65. Artois*, Picardie, Boulonnois*¤td50◃¤td50▹Pas de Calais¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹66. Auvergne¤td50◃¤td50▹Puy de Dome¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹67. Guyenne u. Gascogne, >Navarra und Baren¤td50◃¤td50▹Untere Pyrenäen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹68. Guyenne und Gascogne¤td50◃¤td50▹Obere Pyrenäen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹69. Roiyssillon*¤td50◃¤td50▹Ost-Pyrenäen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹70. Elsaß, Lothringen¤td50◃¤td50▹Nieder-Rhein¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹71. Elsaߤtd50◃¤td50▹Ober-Rhein¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹72. Lyonnois¤td50◃¤td50▹Rhone¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹73. Franche Comté¤td50◃¤td50▹Ober Saone¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹74. Bourgogne¤td50◃¤td50▹Saone und Loire¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹75. Maine und Perche, Anjou¤td50◃¤td50▹Sarthe¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹76. Isle de France, Paris¤td50◃¤td50▹Seine (sonst Paris)¤td50◃¤tr◃¤table◃[337]¤table▹¤tr▹¤th▹¤fontsize14HTML▹Ehem. Gouvernements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤th▹¤fontsize14HTML▹Jetzige Departements.¤fontsize14HTML◃¤th◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹77. Normandie, Havre de Grace*¤td50◃¤td50▹Niedere Seine¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹78. Champagne u. Brie, Isle de France¤td50◃¤td50▹Seine und Marne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹79. Isle de France¤td50◃¤td50▹Seine und Oise¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹80. Poitou¤td50◃¤td50▹Beide Sevres¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹81. Picardie¤td50◃¤td50▹Somme¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹82. Languedoc¤td50◃¤td50▹Tarn¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹83. Provence¤td50◃¤td50▹Var¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹84. Avignon und Venaissin¤td50◃¤td50▹Vaucluse¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹85. Poitou¤td50◃¤td50▹Vendée¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹86. Poitou, Saumurois¤td50◃¤td50▹Vienne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹87. Limosin, Marche¤td50◃¤td50▹Obere Vienne¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹88. Lothringen u. Bar¤td50◃¤td50▹Vogesen¤td50◃¤tr◃¤tr▹¤td50▹89. Champagne u. Brie, Bourgogne, Orleanois¤td50◃¤td50▹Yonne¤td50◃¤tr◃¤table◃Jedes Departement ist in Cantone, jeder Canton in Gemeinden eingetheilt. Nach der ersten Constitution fand noch eine Zwischen-Eintheilung der Departements in Districte Statt, welche in Cantone getheilt wurden; allein diese Eintheilung in Districte ist durch die neue Constitution abgeschafft, wie auch die unzählige Menge von Municipalitäten oder zum mindesten aus drei Mitgliedern bestehenden Räthen, welche in jeder Gemeinde Statt fanden, und unter der Departements- und Districtsverwaltung standen. „Die 547 Districte, die 44000 Municipalitäten“ – heißt es in dem Bericht der Elfer-Commission bei Vorlegung des Entwurfs der neuen Constitution – „waren eine gefährliche Superföderation; diese zahllose Menge von Verwaltungen, alle zu gleicher Zeit und zu oft nach entgegen gesetzten Richtungen
¤fontsize14HTML▹Anm. „Wir haben die Benennungen der Departements beibehalten: nur das von Paris schlagen wir euch vor, Departement der Seine zu nennen; selbst in den kleinsten Dingen muß kein Privilegium Statt finden.“ Bericht der Elfer-Commission bei Vorlegung des Entwurfs der neuen Constitution.¤fontsize14HTML◃[338]wirkend, fast immer ohne Unterordnung, waren in dem Staatskörper ein Keim zu Anarchie und Tod. – – Statt so vieler Municipalitäten werden wir euch vorschlagen, in jedem Canton Eine zu errichten. – Durch diese Einrichtung werden die Districte unnütz, und wir schlagen euch vor, solche abzuschaffen.“
Die Fränkischen Colonien – heißt es in der neuen Constitution – sind Bestandtheile der Republik, und gleichem Verfassungsgesetze unterworfen. Sie sind in Departements eingetheilt, wie folgt:
Die Insel St. Domingue, deren Eintheilung der gesetzgebende Körper in wenigstens 4, und höchstens 6 Departements bestimmen wird;
Guadeloupe, Marie galante, Desirade, die Saintes, und der Fränkische Antheil von St. Martin;
Martinique;
Das Fränkische Guiana und Cayenne;
St. Lucie und Tabago;
Isle de France, die Seychelles, Rodrigue, und die Niederlassungen auf Madagascar;
Isle de la Reunion;
Ost-Indien, Pondichery, Chandernagor, Mahe, Karical, und die andern Niederlassungen.
TextLink β Conversations-Lexikon, Band 1 (1809), Departements von Frankreich
Scan γ Conversations-Lexikon, Band 1 (1809), Seite 333
Relatives
Wikipedia E de: Französische Départements in Mitteleuropa von 1792 bis 1814 | de: Emmanuel Joseph Sieyès | de: Französische Verfassung (1791) | Verwaltungseinheiten in Frankreich | Ehemalige Verwaltungseinheit (Frankreich) | de: Französische Verfassung von 1793 | de: Französische Kolonien

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