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Brockhaus
Name a Emigranten
ID b brhe•e01•r02•v01•b•E•Emigranten
Category c entry
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PageID w pag0382
Text α

Conversations-Lexikon (1. Aufl.), 2. Ausgabe, Erster Band A—E (1809), S. 382.

Die Emigranten, a. d. Lat. so nennt man alle diejenigen, welch ihr Vaterland freiwillig verlassen, im Gegensatze von Exsulanten, worunter solche verstanden werden, die aus irgend einer Ursache aus dem Lande vertrieben worden sind. Die Geschichte liefert zahlreiche Beispiele von Emigrationen, unter welchen in neuern Zeiten die durch Religionsverfolgung bewirkte Auswanderung der Hugenotten aus Frankreich (1685) und der Protestanten aus dem Erzbisthum Salzburg (1731) besonders merkwürdig geworden sind. Jedoch hat eine ungleich zahlreichere Emigration, welche die Geschichte unserer Tage aufstellt, das Andenken an jene älteren Begebenheiten um ein merkliches verdrängt. Alle Lande Europens sehen jetzt mehr oder weniger Französische Ausgewanderte in ihrer Mitte, welche, von den nothwendigsten Lebensbedürfnissen entblößt, Nahrung und einen sichern Zufluchtsort suchen. Die öffentliche Meinung hat sich beinahe überall gegen sie erklärt; und die Anzahl der Länder und Ortschaften, worin man sie duldet, verringert sich immer mehr und mehr. …
TextLink β Conversations-Lexikon, Band 1 (1809), Emigranten
Scan γ Conversations-Lexikon, Band 1 (1809), Seite 382
Relatives
Wikipedia E de: Auswanderung
Links F [ieg-ego.eu] Pestel, Friedemann: Französische Revolutionsmigration nach 1789, in: Europäische Geschichte Online (EGO), hg. vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz 2017

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