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Brockhaus
Name a Cartagena. 1) Stadt Spanien
ID b brhe•e15•r01•v03•b•C•Cartagena|1
Category c subentry
Attributes
PageID w pag658
EntryType y Hafenstadt
EntryParent z brhe•e15•r01•v17•b•S•Spanien
Text α

Der Große Brockhaus (15. Aufl.), Originalausgabe, Dritter Band Ble—Che (1929), S. 658.

Cartagena [-e̶h̶ẹnă]. 1) Bezirks- und Hafenstadt an der span. Mittelmeerküste, Prov. Murcia (Karte 67, E 4), neben Cádiz und Ferrol Hauptkriegshafen Spaniens mit (1920) 36 080 E., als Gemeinde 101 620 E., mit Bahnlinie nach Murcia. Die von alten Festungsmauern umgürtete Stadt hat eine sehr geschützte Lage im Hintergrund einer etwa 6 qkm großen tiefen Bucht und ist regelmäßig und ziemlich modern gebaut. Inmitten der Stadt erhebt sich ein 70 m hoher Felshügel, der eine verfallenes Kastell trägt. Der geräumige Hafen enthält eine lange Mole; seine Einfahrt wird von zwei befestigten Höhenzügen (l. Castillo de las Galeras 200 m), r. Castillo de San Julián 280 m) flankiert und durch zwei, 180 und 760 m lange Wellenbrecher, die an ihrem Ende Leuchttürme tragen, geschützt. im SW der Stadt liegt der künstliche Kriegshafen (DarsenaDarsena) mit großen, modernen Docks, Arsenalen, Werften, Torpedofabrik usw. sowie einem großen Handelskai. C. ist Sitz eines kgl. Seedepartements und höherer Militärbehörden sowie starker Garnison, eines Bistums und und zahlreicher Konsulate (darunter deutsches [*Deutsches Reich*]), hat mehrere Theater, höhere und Spezialschulen (Schiffahrtschule, Technikum) und rege Hütten-, Metall-, Textil- u. a. Industrie und lebhaften Handel, bes. im Küstenverkehr und als Verschiffungsplatz der Eisen-, Blei-, Silbererze der Umgebung, während bes. Steinkohle, Maschinen und Lebensmittel eingeführt werden. Die Stadt besitzt Straßenbahnlinien nach den Vorstädten und der aufblühenden Berg- und Hüttenstadt La Union]. Dampferverbindung mit Oran, Marseille und den span. Häfen.

C. wurde 225 v. Chr. von Hasdrubal gegründet [*Gründung|2*] und als Carthago Nova (»Neukarthago«) zum Hauptstützpunkt der Karthager in Spanien bestimmt, aber schon 210 v. Chr. von Scipio erobert. Es war dann die Hauptstadt der röm. Prov. Hispania Citerior; Augustus erhob es zur Kolonie. 425 n. Chr. verwüsteten die Vandalen die Stadt. 534 fiel sie an die Byzantiner, 624 an die Westgoten; 711 wurde sie von den Arabern zerstört. Erst im 16.18. Jahrh. erlebte C. wieder eine Blütezeit. 1873 brach hier ein republikanisch-föderalistischer Aufstand aus; erst im Jan. 1874 konnten die Regierungstruppen die Stadt zurückerobern.

Relatives
MapEntries A Cartagena
Maps B Der Große Brockhaus, 15. Aufl., Bd. 12 (1932), Karte 93. Nordwestafrika., Cartagena
Encyclopediae D Meyers Konversations-Lexikon (1888)
Wikipedia E de: Cartagena (Spanien) | en: Cartagena, Spain | fr: Carthagène (Espagne) | es: Cartagena (España)

Requested by 54.226.209.201 at 2018-11-22 11:19:16 Europe/Berlin.

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