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Brockhaus
Name a Dahome
ID b brhe•e15•r01•v04•b•D•Dahome
Category c entry
Attributes
PageID w pag333
EntryType y Kolonie
EntryParent z brhe•e15•r01•v06•b•F•Französisch-Westafrika
Text α

Der Große Brockhaus (15. Aufl.), Originalausgabe, Vierter Band Chi—Dob (1929), S. 333.

Dahomẹ̣, franz. Dahomey, franz. Kolonie [*Frankreich•Kolonien*], zu Franz. Westafrika gehörig (Karte 93, E 6/7), umfaßt 107 000 qkm mit (1926) 979 600 E. (9,1 auf 1 qkm), darunter 884 Weiße [*Europäide*]. Der südl. von 9° n. Br. gelegene Teil heißt Niederdahome, der nördl. Oberdahome. Das Land steigt von der Küste bis etwa 10° n. Br. allmählich an und dacht sich dann nach NO zu Niger ab. Die höchsten Bodenerhebungen sind die im N gelegenen Atakoraberge (800 m). Nahe der sandigen Küstenstrecke ziehen sich Lagunen hinter schmalen Nehrungen hin, die in der Regenzeit große Sumpfgebiete bilden. 40—90 km von der Küste entfernt liegen die Lama-Sümpfe, eine zeitweise überschwemmte Senke, die quer durch Niederdahome zieht. Die einzige größere Wasserstraße D.s ist (abgesehen vom westl. Grenzfluß Monu) der in den Tanigabergen entspringenende und in die Lagune von Porto-Novo mündende, bis Dogba schiffbare, 450 km lange Weme. — Das Klima von Niederdahome ist ausgezeichnet durch gleichmäßig hohe Temperatur (25—29° C) und Feuchtigkeit. Die hauptsächlich von April bis Okt. fallenden jährl. Niederschläge erreichen etwa 1600 mm. In Oberdahome sind Temperatur und Feuchtigkeit großen Schwankungen unterworfen. Die Regen (700 mm jährlich) fallen meist von Juli bis Sept. — Die Pflanzenwelt weist 2 Vegetationszonen auf. Von der Küste bis nördl. von Abome reicht die grasarme Ölpalmenzone, in der auch der Kolabaum häufig ist. Den übrigen Teil des Landes bedeckt Baum- und Buschsavanne mit hohen Gräsern; hier ist der Schibaum vorherrschend. Als Kulturplanzen werden Hirse, Yams, Bataten, Erdnuß, Tabak, Indigo und Baumwolle gebaut. — Die Tierwelt ist arm an Arten; als Haustiere werden Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und Hühner gehalten. Wild ist selten. — Die Bevölkerung besteht aus einer großen Zahl von Völkerschaften, die das Ergebnis dauernder Völkerwanderungen sind. Im Küstengebiet spielen die größte Rolle die Fong oder Dahome, die der Gruppe der Ewe angehören. Den übrigen Teil von D. bewohnen Bariba, Fulbe, Gurmantsche und Somba. Überall trifft man auf Haussa. Die Bewohner sind meist Heiden, z. T. auch Mohammedaner und leben hauptsächlich vom Ackerbau; daneben wird Weberei, Färberei und Töpferei betrieben. Die Hauptprodukte des Landes sind Palmöl und Palmkerne. — Der Verkehr wird z. T. durch Binnenschiffahrt auf den Flüssen Monu, Weme, So und Kuffo bewältigt. an Eisenbahnen bestehen die Zentralbahn von Kotonu nach Sawe mit einer Abzweigung nach Segborne, die Ostbahn von Porto-Novo nach Pobe und zwei kleine Schmalspurbahnen. Im übrigen wird der Verkehr auf den zahlreichen Handelsstraßen durch Automobile und Träger vermittelt. D. besitzt 30 Post- und Telegraphenämter; Kabel gehen von Kotonu nach Lagos, Grand Bassam und Libreville. — Der Außenhandel beträgt (1926) 187 Mill. Fr Einfuhr, 182 Mill. Fr Ausfuhr. — Der Generalgouverneur von Franz.-Westafrika wird in D. durch einen Leutnantgouverneur mit dem Sitz in Porto-Novo (1926: 21 640 E.) vertreten. D. wird in die Gemeinden Porto-Novo und Kotonu und 13 Bezirke eingeteilt.

References δ
≡references
Relatives
MapEntries A Dahome
Maps B Der Große Brockhaus, 15. Aufl., Bd. 12 (1932), Karte 93. Nordwestafrika., Dahome
Encyclopediae D Meyers Konversations-Lexikon (1888)
Wikipedia E de: Königreich Dahomey | en: Dahomey | fr: Royaume de Dahomey | Geography | Demographics | History | Ethnic groups | Languages
Links F World Statesmen

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