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Brockhaus
Name a Fès
ID b brhe•e15•r01•v06•b•F•Fes
Category c entry
Attributes
PageID w pag168
EntryType y Hauptstadt
EntryParent z brhe•e15•r01•v12•b•M•Marokko
Text α

Der Große Brockhaus (15. Aufl.), Originalausgabe, Sechster Band F—Gar (1930), S. 168.

Fès, Fās, Fez, die nördl. Hauptstadt des Sultanats [*Sultan*] Marokko, Hauptort einer Militärregion [*Marokko•Verwaltung*] des franz. Protektorats [*Frankreich•Kolonien*], inmitten des fruchtbaren [*Fruchbarkeit*] Sebougebietes

[*illustration>Fès (Lageplan).*]

(Karte 93, CD 2), 350 m ü. M. [*Meeresniveau*], an der wichtigen Straße und Bahn Oudjda-Rabat und Tanger-F., hat (1926) 81 170 E. (7060 Juden, 3050 Franzosen). F., dank seiner günstigen Lage, der Zahl und dem Reichtum seiner Bewohner ein Mittelpunkt religiösen, polit. und wirtschaftl. Lebens Marokkos, besteht aus mehreren Siedlungen nebeneinander. F. el Bali (»das alte F.«), die ummauerte älteste Stadt, malerisch eng und winklig im Tal des Oued F., das Quartier der Reichen, enthält zahlreiche alte Moscheen, Heiligtum des Moulay Idris, Kaufläden (Souks), Paläste mit schönen Gärten und geistl. geistl. islam. Schulen, Museen und Verwaltungsgebäude.

[*illustration>Fès.*]

Westlich schließt sich daran, auf beherrschender Hochfläche, ebenfalls ummauert, F. Djedid (»das neue F.«), schlecht gebaut und vom ärmeren Volk, Negern usw. bewohnt. Dort liegt auch der ausgedehnte Sultanspalast (Dar El Makhzen) mit seine Gärten und das Judenviertel [*Getto*]. Südwestl. davon folgen die franz. Militärquariere [*Marokko•Wehrmacht*] (Dar Mahrès und Dar Debibagh) und die noch unentwickelte Europäerstadt (gegr. 1916) mit zwei Fès#Transports. F. ist Sitz hoher marokk. Behörden [*Marokko•Verwaltung*], islam. Rechts- und Hochschulen, franz. Behörden [*Marokko•Verwaltung*] und Garnison [*Marokko•Wehrmacht*]. Es besitzt altberühmte einheimische Gewerbe (Lederarbeiten [*Lederfabrikation*], Seidengewebe [*Brokat•1*], Mosaikarbeiten [*Mosaik*]) und ist das bedeutendste Handelszentrum [*Handel*] Nordmarokkos.

F. steht wahrscheinlich an der Stelle einer röm. Niederlassung, die, von Vandalen zerstört, im 6. Jahrh. während der Ausbreitung des Islams zu neuer Blüte gelangte. Sie wurde 1086 Jusuf ibn Taschfin die Hauptstadt des Reiches [*Marokko•Geschichte*] F. und Marokko, zählte 400 000 E., 785 Moscheen, zahlreiche Prachtbauten und Bildungsanstalten und galt nächst Mekka für die heiligste Stadt der Mohammedaner [*Islam*]. Seit der Mitte des 16. Jahrh. sank sie indessen wieder und ist heute nur der Schatten früherer Größe, wenn sie auch noch den Ruf großer Heiligkeit behielt.

References δ
≡references
Relatives
MapEntries A Fes
Maps B Der Große Brockhaus, 15. Aufl., Bd. 12 (1932), Karte 93. Nordwestafrika., Fes
Encyclopediae D Meyers Konversations-Lexikon (1888)
Wikipedia E de: Fès | en: Fez, Morocco | fr: Fès | ar: فاس | en: Yusuf ibn Tashfin

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