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Brockhaus
Name a Mandingo
ID b brhe•e15•r01•v12•b•M•Mandingo
Category c entry
Attributes
PageID w pag068
EntryType y Stamm
EntryParent z brhe•e15•r01•v17•b•S•Senegal|2
Text α

Der Große Brockhaus (15. Aufl.), Originalausgabe, Zwölfter Band Mai—Mud (1932), S. 68.

Mandịngo, Mandịnka, Mạnde, Sudannegerstamm [*Sudanneger*] in Nordwestafrika, gliedert sich in zwei Hauptgruppen, die Mande-fu (in den küstennahen Waldregionen) und die Mande-tan (in den Gebieten an den Oberläufen des Senegal und Niger). Unterstämme der Mande-tan: die Bambara (Bamana), Malinke, Diula, Samo, Soninke, Kuranko, Konianka, Manianka, Mau, Huela, Bussa, Changa, Kenga und die Bai (Bey). Unterstämme der Mande-fu: die Gufu, Loko, Mende, Gbande, Toma, Kpelle (Pessi), Manon, Da, Gio, Guro, Gbin und Gan (→ Mandesprachen).

Die M. waren vor dem Eindringen der Fulbe die eigentl. Träger der Kultur; sie sind geistig [*Geist*] sehr regsam, besitzen einen Schatz von Märchen und Sagen und gehören zu den musikalischsten [*Musikmusik*] Negern von Westafrika. Die M. sind größtenteils Mohammedaner [*Islam*]; einzelne Stammteile [*Stamm•4)*], wie die Bewohner von Bambuk und die Bambara am Niger, halten an ihrem heidn. [*Heiden*] Glauben fest. Vom 13. bis zur Mitte des 15. Jahrh. bildeten die M. im nördl. Nigerbogen bis zum Flusse Gambia und ans Meer das große Reich Melle. Dieses Reich zerfiel durch die Tuareg. Darauf drangen die M. gegen W nach Senegambien und nach S bis in das Hochland [*Hochland•A*] und die Küstengebiete [*Küste*] von Liberia vor, unterwarfen sich die Sarakole (Serrakolet) oder Soninke und die Joloff [*Wolof*]; im Laufe der Zeiten vermischten sie sich aber derart mit den Soninke, das diese jetzt als eine Unterabteilung der M. betrachtet werden.

References δ
≡references
Relatives
MapEntries A Mandingo
Maps B Der Große Brockhaus, 15. Aufl., Bd. 12 (1932), Karte 93. Nordwestafrika., Mandingo
Encyclopediae D Meyers Konversations-Lexikon (1888)
Wikipedia E de: Mandinka | en: Mandinka people | fr: Mandingues | en: Mande languages

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