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Brockhaus
Name a Songhai
ID b brhe•e15•r01•v17•b•S•Songhai
Category c entry
Attributes
PageID w pag538
EntryType y Volk
EntryParent z brhe•e15•r01•v06•b•F•Französisch-Sudan
Text α

Der Große Brockhaus (15. Aufl.), Originalausgabe, Siebzehnter Band Schra—Spu (1934), S. 538.

Sọnghai, Sọnrhai, ein stark nordafrikanisch-hamitisch beeinflußtes Negervolk [*Neger*] am mittleren Niger, großgewachsene, langköpfige Menschen mit kupferbrauner Haut und scharf geschnittenen Nasen. Sie sprechen eine selbständige Sudansprache, die ein Zwischenglied zwischen der Sprache der Mossi und dem Kanuri bildet. Kulturell gehören sie der sog. »syritischen Kultur« an, die Lehm und Ton als Baustoff verwendet. Ein Teil der S., das Jägervolk der Gow, besitzt einen reichen Mythenschatz. Die S. gründeten [*Gründung|2*] 1010 südl. von Timbuktu ein Reich, das aber bald eine Tributprovinz des Mandingoreiches Melle wurde. Gegen Ende des 15. Jahrh. besiegten sie dieses und beherrschten bald den ganzen Westsudan (unter Mohammed Askia bis an den Golf von Guinea). 1591 wurde ihr Reich von den Marokkanern zerstört, deren Herrschaft im 18. Jahrh. durch die Tuareg abgelöst wurde.

References δ
≡references
Relatives
MapEntries A Sonrhaï
Maps B Der Große Brockhaus, 15. Aufl., Bd. 12 (1932), Karte 93. Nordwestafrika., Sonrhaï
Encyclopediae D Meyers Konversations-Lexikon (1888)
Wikipedia E de: Songhai | en: Songhai people | fr: Songhaï (peuple) | de: Diogo Gomes

Requested by 54.163.20.57 at 2018-11-18 04:21:59 Europe/Berlin.

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